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Teddybär für Schlussverkauf missbraucht

Posted by on 12. Januar 2015

Lange Zeit war ich ja wirklich begeistert von den spanischen Städten und den Spaniern. In Madrid setzt man einem Teddybär ein Denkmal und es gibt Geschäfte, in denen man nur Honig kaufen kann. Auch in Valencia habe ich ein Honiggeschäft gefunden, in dem mir das Wasser nur so im Munde gelaufen ist. Doch kurz vor der Abreise habe ich einen Schock bekommen.

Auf dem Weg zum Bahnhof sind wir bei einem Geschäft vorbeigekommen. Da saß ein riesiger Teddybär im Schaufenster und hatte eine Tüte über den Kopf gezogen. Er musste da die ganze Zeit still sitzen bleiben und durfte sich nicht bewegen. Die Tüte hatte keine Gucklöcher für die Augen, nur für seine Ohren hatte man Löcher in die Tüte geschnitten.

Da wir noch ein bisschen Zeit hatten, bin ich gleich in den Laden reingelaufen und zum Schaufenster gegangen. Als der Bär meine Stimme hörte, hat er sich gefreut. Er fühlte sich nämlich ziemlich alleine und auch bestraft. Er wusste nicht, warum er da so still rumsitzen sollte. Er war auch schon ganz durstig und hungrig. Ich habe ihm dann schnell etwas Honig und Wasser besorgt.

Zum Essen und Trinken musste er die Tüte vom Kopf nehmen. Das hat gleich einige Leute angelockt, die draußen vor dem Schaufenster stehenblieben. Als der Ladenbesitzer das merkte, kam er auch angelaufen und fing an sich aufzuregen. Er meinte, ich solle sofort weggehen und den Bären in Ruhe lassen. Ich würde ihm ja das ganze Geschäft verderben.

Als die Leute von draußen sahen, wie der Besitzer sich aufregte, kamen sie in den Laden gelaufen. Sie konnten nicht verstehen, warum der Bär nicht essen und trinken sollte und sagten, dass sie nicht bei ihm einkaufen würden, wenn er den Teddy nicht gut behandle. Das hat ihn gleich umgestimmt und er hat dem Teddy sogar noch Kekse und Süßigkeiten gebracht.

Daraufhin kamen immer mehr Leute. Sie bewunderten den Bären und lobten den Besitzer. Anschließend gingen sie weiter durch das Geschäft und eine ganze Menge von ihnen ging später mit einer Einkaufstüte nach Hause. Wie gut, dass der Ladenbesitzer verstanden hat, dass sein Geschäft besser funktioniert, wenn er den Teddybären nicht nur benutzt, sondern auch freundlich zu ihm ist. War doch eine gute Idee, dass ich da reingegangen bin. Nun finde ich die Spanier auch wieder viel bärenfreundlicher.

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