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MoritzMoritz: Wo geht’s lang?

Posted by on 20. Februar 2015

„Drehen Sie, wenn möglich, um!“, ist einer meiner Lieblingssätze, wenn mein Opa mit dem Auto fährt und sein Navigationsgerät benutzt. Er wird dann immer ganz nervös, weil er merkt, dass er sich verfahren hat, obwohl er dieses Gerät benutzt, das ihm helfen soll, sich nicht mehr zu verfahren. Oft gibt es gerade keine Möglichkeit umzudrehen, und der Satz ertönt wieder und wieder.

Manchmal fängt er dann an zu fluchen und beschimpft das Gerät, als wenn da wirklich jemand drin stecken würde, der ihn hören kann. Witzig finde ich, dass da eine Frauenstimme sagt, wo es langgeht, obwohl das Ding einen Männer- oder Jungennamen hat.

Der Name ist aber irgendwie ziemlich komisch. Der klingt ein wenig, als wenn jemand stottert und den Namen dann gleich zweimal sagt, also etwa HansHans. Wer kommt denn auf so eine Idee? Stellt Euch mal vor, alle würden Euren Namen zweimal nacheinander sagen, also statt Moritz etwa MoritzMoritz. Das würde mich ganz schön stören.

Vielleicht soll ja der Name schon andeuten, dass die Ansage etwas penetrant sein kann, wenn man nicht macht, was man soll. Penetrant ist sie aber auch, wenn man nicht falsch fährt. Alle paar Sekunden muss man sich anhören, dass man bald abbiegen muss. Besonders nervig ist das, wenn man das auch so weiß. Mein Opa schaltet die Stimme dann gerne aus und verfährt sich prompt, wenn er vergessen hat, dass er abbiegen muss. Das finde ich lustig.

Allerdings hat HansHans auch nicht immer recht. Besonders dämlich stellt sich das Ding regelmäßig in Norwegen an. Wer der Stimme dort blind vertraut, landet schnell auf Schotterwegen, tief in Bergen und Wäldern. Ans Ziel kommt man zwar irgendwie aber der Zeitplan kommt völlig durcheinander. Denn die erlaubte Geschwindigkeit kann man auf solchen Wegen kaum erreichen. Einmal sind wir fast aus der Kurve geflogen. Ein anderes Mal landeten wir mitten in Oslo, obwohl wir dran vorbei fahren wollten. In Norwegen darf ich jetzt immer eine echte Karte in die Hand nehmen und sagen, wo es lang geht. Das finde ich toll. Mich nervt nur mein Opa. Der sagt dann immer: „So, MoritzMoritz, wo geht’s lang?“

2 Antworten zu MoritzMoritz: Wo geht’s lang?

  1. Robert Gabbert

    Das neue Buch ist super toll.
    Bitte mehr davon!
    Ich liebe die Geschichten und Teddys.
    Gruß Robert

    • Moritz

      Hallo Robert,
      freut mich, dass Dir mein neues Buch gefällt. 🙂 Ich bin auch schon dabei, eine neues Buch zu schreiben. Dieses mal über meinen Ausflug nach Valencia in Spanien. Es dauert aber noch ein bisschen. Zurzeit lässt mich hier kaum jemand an einen Computer oder das iPad ran. Aber ich versuche es jeden Tag!
      Liebe Grüße
      Moritz

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